Bericht über die Vernissage Luigi Toscano

Foto: Wolfgang Dästner

„Gegen das Vergessen“ – so heißt die Fotoausstellung für den öffentlichen Raum, mit der der Mannheimer Fotograf Luigi Toscano im In- und Ausland viel Zustimmung gefunden hat. Sie zeigt übergroße Porträts von Überlebenden nationalsozialistischer Verfolgung. 2015 wurde die Schau zunächst in der Heimatstadt des Künstlers gezeigt, später in der ganzen Welt.

Insgesamt hat der Fotograf rund 600 Begegnungen mit Überlebenden gehabt und diese Persönlichkeiten porträtiert. Von den 60 Bildern, die in Mannheim gezeigt wurden, werden im vorderen Schulhof an der Glümerstraße nur 20 ausgestellt. Dargestellt werden Menschen, die Nazi- Verbrechen überlebten: Jüdinnen und Juden, Angehörige der Sinti und Roma, Politisch- Andersdenkende und viele mehr. Damit wird zwar an die unsäglichen Gräueltaten der deutschen SS und der Wehrmacht erinnert, aber es werden Abbildungen von Schreckensszenen ausgelassen. Das hat zur Folge, dass die Antlitze der überlebenden Opfer zwar oft die erlittenen Traumata sichtbar werden lassen. Dennoch strahlt aus vielen der Gesichter eine berührende Würde, die das Betrachten dieser Foto-Kunstwerke zu einer stillen Meditation werden lassen kann.

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