Kritische Sicht auf Sensationsgier, aber ein starkes Plädoyer für Pressefreiheit
Regionalarbeitsgruppe Münsterland startet Reihe zur „Vierten Gewalt“ und zu Journalismus im Film im Rahmen ihrer Kooperation „Drehbuch Geschichte“ während des Frühjahrs: Der Vorverkauf im Cinema läuft. Alle Abende bieten neben der Filmvorführung Diskussionsforen.
Alex Garland, berühmter US-Regisseur einer der Filme aus der Reihe „Drehbuch Geschichte“ im Münsterland, brachte es in der Frankfurter Rundschau auf den Punkt: „Die Presse“, sagte er, „kann eines der größten Kontrollorgane jeder Regierung sein. Aber damit das funktioniert, muss man der Presse vertrauen. Sie wird aber teilweise von externen und internen Kräften untergraben und dämonisiert.“
Gegen solch teuflische Seilschaften der (Selbst-)Zensur, die der Macher des Kinodramas „Civil War“ benennt, wendet sich die Filmreihe, an der die Regionalarbeitsgruppe von „Gegen Vergessen Für Demokratie“ maßgeblich beteiligt ist. Die RAG lädt in guter Tradition mit ihren vertrauten Kooperationspartnerinnen und -partnern dazu ein, Geschichte und Gegenwart aus filmischer Perspektive zu entdecken und vor allem zu besprechen. Unter dem Titel „Die vierte Gewalt. Journalismus im Film“ widmet sich die Reihe der Rolle des Journalismus als Instanz zur Kontrolle politischer Macht, sowie seiner Gefährdung und der Risiken jeder Sensationsgier.
Das Programm bietet eine breite Auswahl verschiedener Filmgenres – von klassischen Werken über Politdramen – bis hin zur klassischen Dokumentation. Die Veranstaltungsreihe startet im März mit dem Spielfilm „Civil War“ (2024), von dessen Regisseur das Zitat aus der FR stammt. Alle sieben Termine werden fachkundig eingeführt, wie Stefan Querl, Sprecher der RAG, betont. Im Anschluss an die Vorführungen besteht jeweils die Gelegenheit für Fragen und Diskussionen. Alle Abende sind im Programmkino Cinema in Münster angesetzt, Warendorfer Straße 45. Dort und online läuft der Vorverkauf, der wegen der Nachfrage dringend empfohlen wird.
Die Reihe ist ein Gemeinschaftsprojekt der RAG unter Federführung des LWL-Medienzentrums und des Vereins Die Linse e. V. in enger Zusammenarbeit mit der Villa ten Hompel, dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, der LWL-Literaturkommission für Westfalen und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Filmreihe steht in diesem Jahr im Zuge der Aktion „Tag der Demokratiegeschichte“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.
Eine Übersicht zum Programm sowie Informationen zur Ticket-Reservierung steht online und den Flyer finden Sie hier
Christopher Neumann
(c) Christopher Neumann
(c) Christopher Neumann