Offener Brief

zur Diskussion um ein Vermittlungszentrum zur kritischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Flensburg

Auf der Sitzung am 25.9.2026 in Kiel hat sich die LAG Schleswig-Holstein von „Gegen Vergessen – Für Demokratie  e.V.“ ausführlich mit der Diskussion um ein „Norddeutsches Vermittlungszentrum zur kritischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Flensburg inklusive Vor- und Nachgeschichte“ in Flensburg beschäftigt.

Wir begrüßen sehr, dass die Stadt Flensburg ein Vermittlungszentrum zur Zeitgeschichte in Norddeutschland plant und konkrete Schritte für eine Realisierung begonnen hat! Bereits die Diskussion um die Fragen, welche Aspekte unserer jüngeren Geschichte vertieft dargestellt und bearbeitet werden müssen, ist hilfreich zur Schärfung unseres demokratischen Bewusstseins. Sowohl den langwierigen Weg zur Demokratie zu verdeutlichen, als auch die davor liegenden Abgründe der Barbarei im kollektiven Gedächtnis unserer Gesellschaft zu bewahren, erscheint uns heute dringend geboten.

Dass die von der Stadt Flensburg in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zu einem Votum für die Einrichtung eines solchen Vermittlungszentrums im Deutschen Haus geführt hat, finden wir dagegen unglücklich, auch wenn wir die pragmatischen Bedenken gegen das Gebäude des einstigen Polizeipräsidiums am Norderhofenden nachvollziehen können. Die von den Herren Frank, Missfeldt, Paul und Richter vorgebrachten Einwände gegen einen Standort im Deutschen Haus erscheinen uns allerdings bedenkenswert.

Ein vollständiger Text des Briefes finden Sie hier