Schwestern im Geiste
Beim 190-Jahresjubiläum der Kaiserswerther Diakonie war auch die Regionale Arbeitsgruppe Düsseldorf mit dabei.
190 Jahre Kaiserswerther Diakonie: Jahresfest 2026
Beim Jahresfest ergab sich spontan eine erfreuliche Kooperation: Am Info-Stand der Schwesternschaft präsentierte sich auch der Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ durch die Sprecherin der Regionalen Arbeitsgruppe Düsseldorf, Dr. Marie Elisabeth Müller.
Es passte.
Dr. Müller ist seit 2024 zurück in Düsseldorf und lebt in Kaiserswerth, neugierig auf die Kaiserswerther Diakonie und offen für die Schwesternschaft. Sie bringt viele Ideen mit, was man selbst vor Ort tun kann, um unsere kostbare Demokratie zu stärken, angefangen beim Lernen von biographischen Geschichten . . . Zeitzeuginnen sind gefragt! Es gibt viel zu erzählen.
Diakonie und Demokratie gehören zusammen
Machen wir uns bewusst: Menschen, die diakonische Arbeit leisten, leben Werte eines solidarischen Miteinanders und stärken damit die Demokratie. Sie unterstützen Menschen, die besonders verletzlich sind, stärken Zusammenhalt und Gemeinschaft und tragen mit ihren Angeboten für alle dazu bei, soziale Ungleichheiten auszugleichen.
Jeden Tag verteidigen sie die Würde und das Selbstbestimmungsrecht der Menschen. Sie ermöglichen Menschen, die Unterstützung brauchen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und es mitzugestalten. Sie setzen sich dafür ein, dass niemand ausgeschlossen wird – jeden Tag aufs Neue. Genau dafür trat Jesus ein: für die Armen, die Kranken, die Ausgegrenzten. Diakonische und demokratische Werte stimmen in hohem Maße überein.
Der Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“
Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. wurde 1993 gegründet und ist überparteilich und unabhängig, mit mehr als 2.300 Mitgliedern. Im Vorstand in Berlin arbeiten bekannte Politiker und Wissenschaftler, zum Beispiel Cem Özdemir, Christine Lieberknecht und Joachim Gauck. Den Vorsitz hat der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Andreas Voßkuhle inne, von 2010 bis 2020 Präsident des Bundesverfassungsgerichts. – Soweit die Bundesebene.
Der Verein hat über vierzig regionale Arbeitsgruppen, die jeweils ihr eigenes Profil entwickeln. Sie machen politische Bildung an der Basis. Für die Düsseldorfer Regionalgruppe und Marie Elisabeth Müller sind schwer erreichbare und skeptische Gruppen besonders interessant: Mit welchen Medien, mit welchen Methoden, mit welchen Themen sind sie ins Nachdenken zu bringen und für die Demokratie zu aktivieren?
Renate Biebrach
Die Taube – Oktober 2026