Online-Dialog-Reihe: Polizei und Zivilgesellschaft

© Pressestelle Landespolizeiamt Schleswig-Holstein

Zusammenarbeit unter der Lupe: Wie Polizei und Zivilgesellschaft – am Beispiel der kommunalen Konfliktbearbeitung – erfolgreich kooperieren

In vielen gesellschaftlichen Bereichen wird die Kooperation zwischen Polizei und zivilgesellschaftlichen Akteuren zunehmend wichtig. Sie stärkt die Prävention, fördert das gegenseitige Verständnis und trägt entscheidend dazu bei, gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam und bürgernah zu bewältigen.

Aber wie kann die Zusammenarbeit im Alltag gelingen, wenn verschiedene Aufträge, Denkansätze, Organisationslogiken und Rahmenbedingungen aufeinandertreffen?

In der vierteiligen Online-Veranstaltungsreihe betrachten wir die Zusammenarbeit am Beispiel der kommunalen Konfliktbearbeitung genauer.

Wir analysieren den Vertrauensaufbau und die Überwindung von Hürden anhand konkreter Praxisbeispielen aus Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und schauen uns jeweils unterschiedliche Perspektiven aus Polizei und beteiligten zivilgesellschaftlichen Akteuren an.

Gemeinsam wollen wir herausfinden, wie Erfolgsfaktoren aus der Projektarbeit auf andere Bereiche der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Zivilgesellschaft übertragen werden können.

Die Reihe besteht aus vier Einzelveranstaltungen mit jeweils spannenden Gästen. Sie können die gesamte Reihe als Lernreise nutzen oder an einzelnen Veranstaltungen teilnehmen.

Das Programm

  • Wissenschaftliche Erkenntnisse und gemeinsame Reflexionen

    Wann: 02. Juli 2026, von 09.00 bis 11.00 Uhr

    Bevor wir in die Praxis eintauchen, widmet sich der Auftakt der Fortbildungsreihe den grundlegenden Spielregeln erfolgreicher Kooperation zwischen Polizei und Zivilgesellschaft.

    Wir blicken mit wissenschaftlicher Unterstützung darauf, warum eine Zusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven überhaupt so wichtig ist und wie kommunale Konfliktbearbeitung als gemeinsames Feld funktionieren kann.

    Dabei sprechen wir Klartext: Aus welchem Auftrag und Rahmen handeln Polizei und zivilgesellschaftliche Träger jeweils? Wie gehen wir damit um, dass beide Seiten unterschiedliche Handlungslogiken besitzen? Und: Welche Vorbehalte gibt es auf beiden Seiten und wie können wir sie überwinden?

    Mit einer Gastreferentin aus der Polizeiinspektion Verden/Osterholz.

    Die Erkenntnisse aus diesem Modul dienen uns als Fundament für die drei folgenden Termine.

  • Schutzkonzepte auf dem Prüfstand

    Wann: 09. September 2026, von 09.00 bis 11.00 Uhr

    In diesem Workshop blicken die Organisation Aktion Zivilcourage und ein Vertreter der Landespolizei Sachsen gemeinsam zurück auf die Entwicklung erfolgreicher Schutzkonzepte.

    Wir zeigen, wie eine solche Kooperation in einem spannungsgeladenen Feld praktisch gelingen kann – und begeben uns auf eine spannende Reise durch das Projekt: Was war die ursprüngliche Motivation, aufeinander zuzugehen, und wie entstand der erste Kontakt?

    Die Beteiligten berichten, wie Vertrauen zwischen Zivilgesellschaft und Polizei erzeugt wurde, welchen Herausforderungen (Vorbehalte, Stereotypen oder Rahmenbedingungen) sie begegnet sind und wie sie diese gelöst haben.

    Außerdem erfahren wir, wo die Beteiligten echte Selbstwirksamkeit erlebt haben und welche konkreten Empfehlungen sie für zukünftige, ähnliche Kooperationen aussprechen.

    Unter Mitwirkung der Aktion Zivilcourage e.V. und von Torsten Beck, Sächsisches Staatsministerium des Innern.

  • Sicherheitsempfinden und lokale Prävention am Beispiel eines erfolgreichen Beratungsprojekts

    Wann: 02. Oktober 2026, von 09.00 bis 11.00 Uhr

    Der Workshop beginnt mit dem wissenschaftlichen Input “Sicherheitsgefühl und seine Ursachen” mit Dr. Christoph Meißelbach, Sächsisches Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (PolFH), über die Ursachen und Faktoren, die unser aller Sicherheitsempfinden im Alltag positiv wie negativ beeinflussen.

    Im Vortrag werden die wesentlichen Befunde einer Studie zum Sicherheitsempfinden präsentiert, zur Diskussion gestellt und Schlussfolgerungen für die kommunale Präventionsarbeit gezogen.

    Danach wechseln wir in die Praxis und analysieren ein umfassendes kommunales Beratungsprojekt. Akteure aus dem Projekt zeigen auf, wie vernetzte Sicherheit zusammen mit lokalen Partner*innen vor Ort gestaltet werden kann.

    Erfahrungen aus der Beratungspraxis und neue wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in diese Online-Veranstaltung ein.

  • Wie Polizei und Zivilgesellschaft im kommunalen Raum in einen wirkungsvollen Austausch kommen können

    Wann: 19. und 26. November 2026, von 09.00 bis 11.00 Uhr

    Die Termine bauen nicht aufeinander auf. Die Veranstaltung findet zweimal mit denselben Inhalten statt.

    In der Projektarbeit stehen wir immer wieder vor der Frage, wie wir Akteure und Akteursgruppen erreichen. Ein Anliegen, das nicht nur im Hinblick auf den Projekterfolg, sondern auch gesellschaftlich, sehr wichtig ist.

    Dieses Modul konzentriert sich ganz auf konkrete Dialog- und Begegnungsprojekte zwischen Bürger*innen, zivilgesellschaftlichen Trägern und der Polizei. Wir beschäftigen uns damit, wie Dialog und Beteiligung gelingen kann.

    Vertreterinnen der Polizeiinspektion Verden/Osterholz (Polizeikommisarriat Osterholz) geben den Teilnehmenden einen Einblick in die polizeiliche Perspektive und schildern, wie sie sich schrittweise mit dem Thema Dialogarbeit auseinandergesetzt haben. Diskutiert werden dabei sowohl der Mehrwert eines solchen Austauschs für beide Seiten als auch die Voraussetzungen, unter denen ein tragfähiger Dialog gelingen kann.

    Wie sieht es mit der Stärkung einer demokratischen Resilienz, sowohl nach innen als auch nach außen, aus? Während die Polizei ihren Auftrag aus dem Eid auf die Verfassung ableitet, engagiert sich die Zivilgesellschaft für die Stärkung demokratischer Werte und Strukturen. In diesem gemeinsamen Bezugspunkt liegt ein zentrales Potenzial für tragfähige Zusammenarbeit.

    Mit Gastreferent*innen aus der Polizeiinspektion Verden/Osterholz und von Pro Peace – Forum ziviler Friedensdienst e.V.

 

Allgemeine Informationen:

  • Die Teilnahme ist kostenfrei. Allerdings ist die Teilnahmezahl begrenzt. Wir berücksichtigen die Anmeldungen in der Reihenfolge des Eingangs.
  • Claudia Guzmán de Rojas (M.A. Friedens- und Konfliktforscherin) und Thomas Köster führen Sie als Moderator:innen und Impulsgeber:innen durch diese Lernreise
  • Die Veranstaltungsreihe findet online auf BigBlueButton statt. Den Link zur Videokonferenz bekommen Sie vorher per E-Mail.
  • Die Veranstaltungsreihe lebt vom Austausch, daher brauchen Sie an Ihrem Computer eine Kamera und ein Mikrofon. Zum Ankommen und technischem Check-In werden wir den virtuellen Raum ab 8:45 Uhr für Sie öffnen.

Anmeldung:

Sie können sich über dieses Formular anmelden.

Machen Sie bitte kenntlich, für welche der fünf Termine Sie sich anmelden.

Interessierte die noch Fragen zur Fortbildungsreihe haben oder weitere Informationen wünschen, können sich gern – bei der Seminarleitung – über die E-Mail-Adresse demokratiestarkepolizei@gegen-vergessen.de melden.

  • Demokratie leben
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