Projektergebnisse
Projektergebnisse Demokratieentdecker:innen vor Ort

Bis Ende 2024 konnten wir im Rahmen eines Pilotprojektes, gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung an vier Orten in Deutschland gemeinsam mit Kooperationspartner:innen lokale Projekte für Jugendliche umsetzen. Diese wurde zu Demokratieentdecker:innen qualifiziert und haben sich im Rahmen eigener Mikro-Projekte auf Spurechnsuche vor Ort begeben.
Dabei sind folgende Ergebnisse entstanden:
Auf den Spuren von Helmut Schmidt

Die Schülerin Clara hat sich nicht nur mit Schmidt als Bundeskanzler in Bonn beschäftigt. Sie ist auch seinen Spuren in Hamburg gefolgt. Von ihrer Schule, dem Campus Uhlenhorst, sind es nur wenige Gehminuten bis zur ehemaligen Frauenklinik Finkenau. Hier wurde Helmut Schmidt 1918 geboren. Die Gegend rund um Alster und Kuhmühlenteich verbindet aber noch viel mehr mit Schmidt. Entlang der Straßen des Eilbekkanals verbrachte Helmut Heinrich Waldemar Schmidt seine Kindheit und Jugend. In einem Gründerzeithaus im Arbeiterstadtteil Barmbek wächst Schmidt in einem „unpolitischen“ Haushalt auf. Doch die wirtschaftlich angespannte Situation im Hamburg der 1920er- und 1930-Jahre blieb auch dem jungen Helmut Schmidt nicht verborgen. Später erinnerte er sich daran, wie er seiner Mitschülerin (und späteren Frau) Hannelore „Loki“ Glaser ihre Mütze nach Hause in den Stadtteil Borgfelde brachte. Das dunkle Hinterhaus, in dem viele Menschen in beengten Verhältnissen lebten, prägte sich bei ihm ein. Nach dem Krieg setzte sich Schmidt auch auf Grund dieses Erlebnisses für den sozialen Wohnungsbau ein.
Dieser und vielen weiteren Erinnerungen und Stationen aus dem Leben von Helmut Schmidt, hat Clara auf ihrem Schmidt-Rundgang entlang des Eilbekkanals nachgespürt und dabei herausgefunden, wie das Umfeld, in dem wir aufwachsen uns politisch prägt.
Was hätte ich getan? Von Karl und Othilie
Karl und Othilie von haben sich in ihrem Projekt mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus in den 1930er-Jahren und dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt. Dafür haben sie ein interaktives Plakat gestaltet, auf dem sie alle wichtigen Ereignisse der Jahre zusammengefasst und besonders die Situation in Hamburg untersucht haben. Dabei war es ihnen wichtig, die Leserinnen und Leser ihrer Arbeit direkt anzusprechen und sich in die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland hineinzuversetzen. Sie fordern in vier Fallbeispielen dazu auf, sich selbst zu fragen: Was hätte ich getan? Wie viel Engagement hätte ich gezeigt und hätte ich meine eigene Sicherheit für andere riskiert? Karl und Othilie möchten damit zeigen, dass wir keine Unbeteiligten sind, wenn Unrecht geschieht. Unsere Entscheidungen können sich sowohl auf das große Ganze als auch auf das Schicksal von Einzelpersonen auswirken.
Votes for Women! Emmeline Pankhurst und ihr Einsatz für das Frauenwahlrecht.

Den Schülerinnen Bente, Mia und Anouk ist der Feminismus und das Eintreten für Frauenrechte in unserer Demokratie besonders wichtig. Sie sagen: „Dieses Thema liegt uns sehr am Herzen, da wir für eine Gesellschaft eintreten, in der nicht nur Männer Entscheidungen
treffen dürfen, sondern alle Ansichten gesehen werden müssen. Zudem geht uns das Thema persönlich an, da wir Frauen sind. Wir finden, dass es heutzutage besonders wichtig ist, auf den Kampf der Frauen aufmerksam zu machen. Gerade jetzt, wo wir einen Rechtsruck in der Politik erleben, müssen wir darauf achten, dass die Rechte der Frauen nicht in Gefahr geraten.“
Im Demokratieentdecker:innen-Projekt haben sich die drei Schülerinnen historisch mit dem Thema auseinandergesetzt und der die Frauenrechtsbewegung rund um die britische Suffragette und Aktivistin Emmeline Pankhurst zu Beginn des 20. Jahrhunderts untersucht.
Pankhurst setzte sich vor allem für das Frauenwahlrecht ein. Für ihr Engagement wurde sie sogar verhaftet. Heute wird sie mit einem Denkmal in London geehrt.
Was heißt Gleichberechtigung für dich? Ein Interview mit Annika Huisinga, Vorständin im Landesfrauenrat Hamburg, von Marie
Auch für Marie ist sind Frauenrechte ein wichtiges Anliegen. Deshalb hat sie zu Persönlichkeiten recherchiert, die sich heute in Hamburg für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzen. Herausgekommen dabei ist ein spannendes Interview mit Annika Huisinga, Vorständin im Landesfrauenrat Hamburg.
Das Interview kann auf der Website unseres Kooperationspartners, die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung angehört werden.