Veranstaltung
Regie: Tim Fehlbaum, D/USA 2024 (FSK 12 / 95 Min.)
München, 5. September 1972, zehnter Wettkampftag der Olympischen Sommerspiele. Eine Gruppe palästinensischer Terroristen überfällt das olympische Dorf und nimmt neun israelische Sportler als Geiseln. Ohne Rückendeckung seines Senders berichtet das ABC-Sports-Team live über die 21-stündige Geiselnahme. Aber wie soll man damit umgehen, dass die Täter die mediale Aufmerksamkeit für ihre Zwecke nutzen?
Tim Fehlbaums auf einer wahren Geschichte beruhender Film regt dazu an „sich Gedanken über den eigenen Medienkonsum zu machen, über die Komplexität von Krisenberichterstattung und über die Macht der Bilder.“ (epd Film)
Die vierte Gewalt. Journalismus im Film
Ob als Kontrollinstanz politischer Macht, Dokumentation von Krisen und Kriegen oder als Motor von Skandalisierung – Journalismus prägt unser Bild von der Welt. Die diesjährige Filmreihe „Drehbuch Geschichte“ beleuchtet, wie unterschiedlich diese Rollen im Kino dargestellt werden und wie sie sich in den letzten Jahrzehnten verändert haben: zwischen investigativer Aufklärung, politischem Druck, moralischen Dilemmata und der Versuchung der Sensation, wenn Nachrichten zur Ware werden.
Die ausgewählten Filme spannen einen Bogen von klassischen Werken über politische Drama- und Dokumentarformate bis zu aktuellen Produktionen. Gemeinsam zeigen sie, wie Journalismus in Extremsituationen funktioniert – und manchmal versagt. Ein Panorama journalistischer Rollenbilder und Herausforderungen.
„Die vierte Gewalt“ lädt dazu ein, den Einfluss von Medien auf Politik, Öffentlichkeit und persönliche Lebenswege kritisch zu hinterfragen – und sich bewusst zu machen, wie sehr unsere Wahrnehmung von Ereignissen von denjenigen geprägt wird, die darüber berichten. Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt. Im Anschluss an die Vorführungen besteht Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen.
Infos zum Kartenvorverkauf entnehmen Sie bitte der Website des Cinema Münster.