Veranstaltung
Überlebende der Shoah wie Margot Friedländer haben aus heutiger Perspektive nicht mehr wegzudenkende Beiträge zu Erinnerungskultur und zur Demokratiebildung in unserem Land geleistet. Aber deren Wirken wurde und wird längst nicht immer anerkannt. Die Forderung, endlich einen Schlussstrich zu ziehen, taucht immer wieder auf. Gerade heute sollte aber das „nie wieder“ nicht vergessen werden. Auch in der Geschichtswissenschaft sind Zeugnisse von Überlebenden äußerst wichtige Quellen, deren Aussagewert auch zukünftig Bestand haben wird. Angesichts der systematischen Beseitigung eigener dokumentarischer Spuren durch die Nationalsozialisten stellen sie häufig die einzigen Belege für Massenverbrechen dar.
PD Dr. Martin Cüppers wird auf der Grundlage eigener Studien längst nicht selbstverständliche Aspekte dieser historischen Thematik vermitteln.