Veranstaltung

Gespräch

Der „Lesben-Hetera-Konflikt“

16.04.2026 19:00 Uhr
Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm Ring 28, 48145 Münster

Die 1970er-Jahre markieren das Jahrzehnt der aufkommenden „Neuen“ Frauenbewegung in der BRD. Auch lesbische Frauen engagierten sich zu der Zeit feministisch. Durch die in der geschichtswissenschaftlichen Forschung verbreitete Bezeichnung „Frauen- und Lesbenbewegung“ geraten und gerieten heterosexuelle Frauen und Lesben in den Neuen Sozialen Bewegungen jedoch in ein falsches Hierarchieverhältnis. Weder waren Lesbenbewegung und Frauenbewegung kongruent, noch ließ sich die Lesben- von der Frauenbewegung ableiten. Dass die Bewegungsgeschichten lesbischer und heterosexueller Frauen in den 1970er- und 1980er-Jahren nicht gleich gesetzt werden können, zeigt sich am deutlichsten darin, dass ihre Protagonistinnen immer wieder miteinander in Konflikt gerieten. Hannah Voß nimmt in ihrer Masterarbeit diese Aushandlungsprozesse in den Blick und untersucht die lesbische Perspektive auf den sogenannten „Lesben-Hetera-Konflikt“. In ihrem Vortrag gibt sie Einblicke in ihre Forschungsergebnisse: Wie positionierten sich lesbische Frauen zu Kooperation und Konflikt zwischen den beiden Bewegungen in den 1970er-Jahren? Welche Themen verhandelten sie? Und welche Konsequenzen zog dies nach sich?

Kooperationspartner:

Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalarbeitsgruppe Münsterland e.V.