Veranstaltung

Vortrag + Gespräch

Die Shoah im Comic

24.09.2025 19:00 Uhr
Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm Ring 28, 48145 Münster

Die im Juli 2022 erschienene Anthologie „Aber ich lebe“ versammelt drei Kurzcomics aus der Feder unterschiedlicher Künstler*innen, die sich mit den Schrecken der NS Zeit auseinandersetzen. Dabei fokussieren sie die Erlebnisse von Zeitzeug*innen, die die Shoah als Kinder er- und überlebt haben. In ihrem Vortrag widmet sich Véronique Sina diesen‚ nachträglichen‘ Bildern der Shoah im Comic und geht dabei dem Spannungsfeld von (Auto-) Biografie, -fiktion und memoirischer Erzählung genauso nach wie der Frage nach der künstlerisch-medialen Repräsentation der Shoah. Wie wird im Medium Comic mit der Darstellung des (Un-)Darstellbaren umgegangen? Welches formal-ästhetische Instrumentarium bietet der Comic, um Leerstellen zu füllen und Trauma und Erinnerung ‚aus zweiter Hand‘ visualisier- und greifbar zu machen? Dr. Véronique Sina ist Film- und Medienwissenschaftlerin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt, wo sie seit Oktober 2022 das von der DFG geförderte Projekt „Queering Jewishness – Jewish Queerness“ durchführt. Sie forscht zu Gender Media Studies, Queer Theory, Medienästhetik, Jewish Visual Cultural, Holocaust Studies, Antisemitismus und (audio-)visuellen Medien