Veranstaltung
Regie: Margarethe von Trotta und Volker Schlöndorff, D 1975 (FSK 16 / 106 Min.)
Katharina Blum verbringt die Nacht mit einem mutmaßlichen Terroristen und gerät daraufhin ins Visier der Polizei und der Medien. Ein großes Boulevardblatt zieht ihre gesamte Existenz in den Schmutz. Die junge Frau verliert ihren Job und wird angefeindet. Schließlich greift auch sie zur Waffe. Der Film entstand nur ein Jahr nach der Veröffentlichung der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll, der maßgeblich am Drehbuch mitgearbeitet hat. Er beleuchtet die Machenschaften der Sensationspresse vor dem Hintergrund der bundesdeutschen Terrorjahre.
Die vierte Gewalt. Journalismus im Film
Ob als Kontrollinstanz politischer Macht, Dokumentation von Krisen und Kriegen oder als Motor von Skandalisierung – Journalismus prägt unser Bild von der Welt. Die diesjährige Filmreihe „Drehbuch Geschichte“ beleuchtet, wie unterschiedlich diese Rollen im Kino dargestellt werden und wie sie sich in den letzten Jahrzehnten verändert haben: zwischen investigativer Aufklärung, politischem Druck, moralischen Dilemmata und der Versuchung der Sensation, wenn Nachrichten zur Ware werden.
Die ausgewählten Filme spannen einen Bogen von klassischen Werken über politische Drama- und Dokumentarformate bis zu aktuellen Produktionen. Gemeinsam zeigen sie, wie Journalismus in Extremsituationen funktioniert – und manchmal versagt. Ein Panorama journalistischer Rollenbilder und Herausforderungen.
„Die vierte Gewalt“ lädt dazu ein, den Einfluss von Medien auf Politik, Öffentlichkeit und persönliche Lebenswege kritisch zu hinterfragen – und sich bewusst zu machen, wie sehr unsere Wahrnehmung von Ereignissen von denjenigen geprägt wird, die darüber berichten. Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt. Im Anschluss an die Vorführungen besteht Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen.
Infos zum Kartenvorverkauf entnehmen Sie bitte der Website des Cinema Münster.