Veranstaltung
Ines Geipel untersucht in ihrem Buch Leerstellen der Erinnerung, fragend und mit einem Plädoyer für eine deutsch-deutsche Aufarbeitung auf konstruktiver Ebene: als Möglichkeit der Verständigung in der Gewissheit, dass Traumata weder durch Verdrängung noch Reinwaschung bewältigt werden können wie unter der Perspektive, dass sich Erinnerungsarbeit ohne Zeitzeugen und originäre Orte gerade noch einmal neu ausrichtet.
Der Erinnerungsdiskurs in Ost und West mag zeitlich verschoben und in der Sache unterschiedlich gewichtet worden sein. Es bleibt aber die gemeinsame Verantwortung für eine fundierte Gedächtnisarbeit, die nach vorn weist.
Das hervorragend recherchierte Buch ist inhaltlich sehr beeindruckend und gewinnt noch zusätzlich durch das ergänzende „Quellen-Band“, das sich über alle Seiten durch das Buch zieht.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., RAG Frankfurt. Rhein-Main und dem Haus am Dom, Kath. Akademie Rabanus Maurus, Referat für Zeitgeschichte und Interkulturelles – mit Unterstützung der hessischen Landeszentrale für politische Bildung