Veranstaltung

Lesung

Manfred Eisner liest aus seiner Familienchronik „Verhasst – geliebtes Deutschland“

02.03.2026 14:30-16:00 Uhr
Detlefsengymnasium
Dänenkamp 5, 25348 Glückstadt

Lesung mit Manfred Eisner anlässlich der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Glückstadt und dem Detlefsengymnasiums Glückstadt zur Pflege des Jüdischen Friedhofs Glückstadt.
1935 wurde Manfred Eisner in München in eine deutsche jüdische Familie geboren und wuchs zunächst wohlbehütet als Kind des Kapellmeisters und Komponisten Erich Eisner und seiner Ehefrau auf.
Das Leben der Familie wurde seit der Reichspogromnacht am 9. November 1938 existenziell bedroht, als sein Vater, der Kapellmeister und Komponist Erich Eisner in das KZ Dachau verschleppt wurde.
Nachdem Erich Eisner durch einen Glücksfall dem KZ entkommen konnte, musste die Familie fliehen. Nach einer dramatischen Odyssee landete sie in La Paz, Bolivien. In seiner Familienchronik erinnert sich der Autor an die fremde Welt des Exils. 1957, nach dem Tod seines Vaters, haben sich der Autor und seine Mutter mit emotionaler Zerrissenheit und trotz ihres Misstrauens gegenüber den Deutschen entschlossen, nach Deutschland zurückzukehren. Nach und nach ist es Manfred Eisner dann gelungen, hier Fuß zu fassen. So hat er auch als Lebensmitteltechniker 1960/62 in der Gemüse- und Konservenfabrik der GEG in Meldorf gearbeitet.
Heute lebt er in Brokdorf. Sein großes politisches Anliegen ist es, sein Heimatland Deutschland keinesfalls erneut jenen zu überlassen, die ihn und seinesgleichen verachten und verfolgen.

Kooperationspartner:

Detlefsengymnasium Glückstadt, Detlefsen-Museum Glückstadt, Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein

Hauptorganisator:

Detlefsengymnasium und Detlefsen-Museum Glückstadt