Veranstaltung
Der Vortrag beleuchtet die historische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Medizinverbrechen an psychisch kranken und behinderten Menschen, mit einem Fokus auf die Nieder-Ramstädter Diakonie. Diese Verbrechen sind ein Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur, doch die Perspektiven und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wurden lange vernachlässigt. Der Vortrag untersucht, wie dieser Teil der Vergangenheit innerhalb betroffener Einrichtungen aufgearbeitet wurden und welche Herausforderungen damit verbunden waren. Dabei werden die Entwicklung der Erinnerungskultur seit 1990 sowie die gesellschaftliche Marginalisierung der Betroffenen, die Entschädigung und Anerkennung erschwerten, thematisiert. Zugleich soll der Vortrag dazu anregen, Erinnerungskultur inklusiver und
zugänglicher zu gestalten.