Veranstaltung

Radtour

„Westfalen, wo es weh tut.“ Eine Radtour zu schwierigen Orten der Zeitgeschichte in Münster

07.03.2026 11:00 Uhr
Wolfgang Borchert Theater
Am Mittelhafen 10, 48155 Münster

Die Route führt zu historisch kontaminierten Stätten der NS-Zeit sowie zu Orten der jüngeren Zeitgeschichte wie dem „Kiepenkerl“ und kontrovers diskutierten Punkten: wie etwa zu dem Tatort in Münster, an dem die trans* Person Malte C. während des Christopher Street Days 2022 angegriffen worden war, oder zu Plätzen, an denen die Pressefreiheit in Gefahr war. Es handelt sich um Orte im Stadtgebiet, die berühren oder zum Diskutieren anregen, und um Aspekte, die an dem Samstag vor dem Internationalen Frauentag bestehende Ungleichheit und Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft kritisch spiegeln. „Westfalen, wo es weh tut“, lautet daher der Titel der Tour, die Stefan Querl aus dem Team der Villa ten Hompel anbietet.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wohl aber strikte Verkehrssicherheit, was die genutzten Leezen anbelangt: Geradelt wird auf eigene Gefahr, aber unterwegs auch so, dass auch Ungeübte oder Familien mit kleineren Kindern, Backfietsen oder mit Anhängern sicher mithalten und dass Neuzugezogene sich schnell orientieren können. Etwa 25 Kilometer werden insgesamt zurückgelegt (ohne Steigung oder ungepflasterte Wege). Einmalig gehört das Wolfgang Borchert Theater zu den Kooperationspartner*innen angesichts der jüdischen Geschichte des Flechtheim-Speichers und wegen seiner vielbeachteten aktuellen Produktion „Die Heimsuchung“, einer Fassung für die Bühne von Intendantin Tanja Weidner auf Grundlage des Romans von Jenny Erpenbeck.
Vor dem Theatereingang ist auch der Start- und Treffpunkt für die Hafen- und Innenstadt-Tour: Die Adresse lautet Am Mittelhafen 10 in Münster. Auf eigene Kosten sind während der drei Stunden unterwegs Verzehrpausen eingeplant. Das dreistündige Angebot endet mit einem Rundgang durch den Geschichtsort Villa ten Hompel und einer Führung durch die Dauerausstellung „Geschichte Gewalt Gewissen“.
Für Mitglieder der beteiligten Organisationen ist die Teilnahme frei. Andere zahlen 5 €, ermäßigt 3 €.

Kontakt für Fragen im Vorfeld per Mail: muensterland@gegen-vergessen.de

Regelmäßig ist der Geschichtsort Villa ten Hompel auch ein Forum für Partner*innen der Geschichtskultur vor Ort. Das Erinnern an Diktaturerfahrungen steht dabei im Mittelpunkt

Hauptorganisator:

In Kooperation mit: Förderverein Villa ten Hompel e.V., Allgemeiner Deutscher Fahrradclub Kreisverband Münsterland e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie, Regionalarbeitsgruppe Münsterland e.V., Verein zur Förderung des Wolfgang Borchert Theaters in Münster e.V.