Zweite Karrieren: NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland (RAUMWECHSEL)
Zoom, https://us06web.zoom.us/j/83955378371?pwd=ym8sRBNfyaBWBYpjaf6G4oQpgLczys.1
WICHTIGER HINWEIS: Wechsel wegen hoher Nachfrage aus der Villa ten Hompel ins Audimax an der Johannisstraße
Hans-Ulrich Thamer blickt am Mittwoch, 18. März, 19 Uhr auf die NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland. Teilnahme an seinem Vortrag ist in Präsenz oder per Zoom möglich / Eintritt frei und ohne Anmeldungen.
Vortrag und Gespräch mit Prof. em. Dr. Hans-Ulrich Thamer (Münster)
Moderation: Andreas Determann (Münster)
„Zweite Karrieren. NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland“ ist der kommende Vortragsabend überschrieben nach dem gleichnamigen Buch von Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer, der auch als Emeritus zu den gefragtesten Zeithistorikern unserer Region zählt. Wegen des zu erwartenden Andrangs wurde die Veranstaltung aus der Villa ten Hompel ins Audimax der Uni Münster verlegt: Johannisstraße 12 bis 20 lautet die Adresse nahe des Aegidiimarktes und Parkhauses und der Aa-Brücke.
Eine Live-Übertragung per Zoom ist geplant – allerdings nur mit Ton und ohne Frage- oder Chatfunktion. Im Audimax vor Ort kann mitdiskutiert werden unter der Moderation von Andreas Determann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Christliche-Zusammenarbeit in Münster. Weitere Kooperationspartner neben der Gesellschaft und der Villa ten Hompel sind die Kontaktstelle „Studium im Alter“ der Universität Münster, die mit ihrer Geschäftsführerin Dr. Veronika Jüttemann den kurzfristigen Wechsel ins Audimax ermöglichte, das LWL-Institut für Westfälische Regionalgeschichte, das Evangelische Forum Münster, die überparteiliche Vereinigung „Gegen Vergessen Für Demokratie“ im Münsterland und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Westfalen-Lippe. Durch die Zusammenarbeit der Partner*innen kann der Vortrag für Gäste und das „Studium im Alter“ kostenfrei angeboten werden (keine Anmeldung erforderlich). Es empfiehlt sich, frühzeitig Plätze im Hörsaal einzunehmen, 30 bis 45 Minuten vor Beginn des Vortrags. Der Zugang ist barrierearm.
Die meisten Jurist*innen, Wissenschaftler*innen, Unternehmer*innen, Publizist*innen, Ärzt*innen und Offiziere, die bis 1945 dem Naziregime treu ergeben waren, konnten in der Nachkriegszeit ihre Karrieren fortsetzen. Immer wieder entfachten Skandale um ehemalige NS-Funktionäre in wichtigen Positionen die Debatte um das braune Erbe in Wirtschaft, Politik und Kultur. Der Historiker Hans-Ulrich Thamer legt erstmals eine vergleichende Überblicksdarstellung vor und beschreibt die Strategien und Netzwerke, mit deren Hilfe weite Teile der NS-Elite in der Bundesrepublik und in der DDR ihren Platz behaupten konnten.
Prof. em. Dr. Hans-Ulrich Thamer lehrte bis zu seiner Emeritierung als Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören der Nationalsozialismus und der europäische Faschismus. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin kuratierte er 2011 zusammen mit Susanne Erpel und Klaus-Jürgen Sembach die Sonderausstellung „Hitler und die Deutschen“. Zuletzt erschienen von ihm eine Biografie Adolf Hitlers sowie eine Geschichte der NSDAP (beide C. H. Beck Verlag). 2024 veröffentlichte er sein Buch „Zweite Karrieren“ im BeBra-Verlag. Thamer war viele Jahre Mitglied des Fachbeirats der Villa ten Hompel.
Der in den Auseinandersetzungen um die Wehrmachtsausstellungen I und II wegen seiner Versachlichungen der Debatten prominent gewordene Wissenschaftler lehrte bis zu seiner Emeritierung als Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. bis heute der Nationalsozialismus und der europäische Faschismus. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin kuratierte er 2011 zusammen mit Susanne Erpel und Klaus-Jürgen Sembach die Sonderausstellung „Hitler und die Deutschen“. Zoomlink am Abend live:
https://us06web.zoom.us/j/83955378371?pwd=ym8sRBNfyaBWBYpjaf6G4oQpgLczys.1
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortrags-und Diskussionsreihe „Mittwochsgespräche“ statt. Die Reihe „Mittwochsgespräche“ steht im 1. Halbjahr 2026 unter dem Titel „Dialektik der Aufarbeitung – der Nationalsozialismus und die Bundesrepublik“. Sie befasst sich mit den Ambivalenzen und Unzulänglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus von der frühen Nachkriegszeit bis in die jüngste Vergangenheit. Wissenschaftler*innen und Publizist*innen präsentieren ihre neuesten Forschungen und Veröffentlichungen. Im Anschluss an die Impulsvorträge oder moderierten Fachgespräche ist eine Diskussion ausdrücklich erwünscht!