Demokratie ist wichtig. Punkt!

Demokratie ist nicht selbstverständlich. Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sowie menschenverachtende Ideologien sind dauerhafte Herausforderungen für die Gesellschaft. Um ihnen kraftvoll entgegenzutreten, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Staat und Zivilgesellschaft.
DEMOKRATIE IST WICHTIG. PUNKT! ist ein Projekt von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., in Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen der historisch-politischen Bildung, gefördert vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. Das Projekt bietet eine vielseitige Auswahl an Workshopformaten von Bildungseinrichtungen, die bundesweit durchgeführt und über das Projekt finanziert werden können.
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Ihren Interessen entsprechend können Sie aus den Angeboten wählen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir stellen den Kontakt zu den Referent:innen her und Sie vereinbaren einen Termin. Die Referent:innen kommen in Ihre Einrichtung.
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Die Ziele des Projektes DEMOKRATIE IST WICHTIG. PUNKT! sind die Stärkung einer demokratischen Kultur und die Prävention von menschen- und demokratiefeindlichen Einstellungen. Das Projekt bietet eine vielseitige Auswahl an Workshopformaten von Bildungseinrichtungen, die bundesweit durchgeführt und über das Projekt finanziert werden können.
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Schul- und Jugendgruppen sowie Multiplikator:innen der politisch-historischen Bildungsarbeit
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Demokratie ist mehr als „Urnengang“
INHALT: Demokratie funktioniert nicht ohne Demokrat:innen. Sie ist mehr als eine Herrschaftsform neben vielen anderen. Im Seminar wollen wir uns daher mit den Funktionsmechanismen von Demokratie auseinandersetzen. In praxisorientierten Methoden und Aktivitäten geht es dabei weniger um die strukturellen Hintergründe von demokratischen Systemen als vielmehr um persönliche Haltungen, wenn wir Demokratie auch als Lebensform denken.
ZIELE:
- Beschäftigung mit Funktionsmechanismen von Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform
- Hinterfragen und Bewusstmachen von persönlichen Haltungen
- Vermittlung von Kenntnissen über pluralistisch-demokratische Grundorientierungen und Werte
FORMAT: Workshop, Fortbildung
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 10. Klasse, pädagogische Fachkräfte
DAUER: 5-6 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 10-24
REFERENT:INNENZAHL: 1-2
INSTITUTION: Stiftung „Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar“
Demokratie & Ich
INHALT: Der Workshop »Demokratie & Ich« bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über ihre individuellen Vorstellungen zu einem vielfältigen Zusammenleben auszutauschen und Fragen nach Normen und Werten zu betrachten, die ihnen wichtig sind. Wie unterschiedlich Werte ausgelegt und definiert werden können, wird den Teilnehmenden des Workshops anhand von Biografien vorgestellt. Die historischen und gegenwärtigen Lebensgeschichten zeigen, wie Menschen sich unterschiedlich für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit engagiert haben und engagieren.
ZIELE:
- Reflexion der eigenen Normen und Werte und Erweiterung des eigenen Wissens um Möglichkeiten des Engagements
- Sensibilisierung für ein Zusammenleben in einem pluralistischen und bunten Miteinander
FORMAT: Workshop
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 9. Klasse
DAUER: 6 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 8-20
REFERENT:INNENZAHL: 2
INSTITUTION: Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Fake News? Nein Danke!
INHALT: Im Workshop erhalten die Teilnehmenden Hintergrundwissen und praktische Tipps für den Alltag, um Desinformationen wirkungsvoll zu begegnen, Haltung zu zeigen und demokratische Werte zu leben. Dabei wird der eigens entwickelte Trust-Checking-Ansatz genutzt. Dieser soll alle dazu befähigen, mit der (Des-)Informationsflut im Internet besser umzugehen.
ZIELE:
- Wissen über Falschinformationen und die Herausforderungen für die Demokratie
- Fähigkeit, die Vertrauenswürdigkeit von Nachrichten einzuschätzen
- Bewusstsein für einen kritischen Konsum (sozialer) Medien
FORMAT: Workshop
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 8. Klasse, Erwachsene, pädagogische Fachkräfte
DAUER: 1,5 bis 3 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 10-30
REFERENT:INNENZAHL: 1-2
BESONDERE HINWEISE: Teilnehmende sollten über ein internetfähiges Gerät verfügen.
INSTITUTION: codetekt e.V.
Menschenrechtsbildung „Think globally – Act locally“
INHALT: Der durchschnittliche Deutsche kann nicht einmal drei Menschenrechte benennen. Dies gilt es zu ändern! Nur wenn Menschen ihre Rechte kennen und sie artikulieren können, werden diese Rechte eingefordert und umgesetzt. Es gilt sie bekannt zu machen, um sie respektieren und verteidigen zu können. Sich über die Menschenrechtssituation im eigenen Umfeld zu informieren ist Voraussetzung für die Erschließung eines konkreten Handlungsrahmens: »Think globally – Act locally«.
ZIELE:
- Wissen über Instrumente zum Schutz der Menschenrechte, über zugrundeliegende Werte und den Entwicklungsprozess
- Bewusstsein, Reflexion und Diskussion der Relevanz der Menschenrechte im eigenen Leben
- Befähigung zum emanzipatorischen Denken und Empowerment, sich für die Rechte einzusetzen
FORMAT: Fortbildung
ZIELGRUPPE: pädagogische Fachkräfte
DAUER: 5-6 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 10-24
REFERENT:INNENZAHL: 1
INSTITUTION: Stiftung „Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar“
DAS ARGUTRAINING
INHALT: Die Teilnehmenden setzen sich mit abwertenden und ausgrenzenden Äußerungen auseinander. Dabei wird vermittelt, Grenzen zu setzen, die eigene Position zu vertreten, aber auch mit dem Gegenüber ins Gespräch zu kommen. Durch das Training wird eine demokratische Kommunikationskultur gefördert.
ZIELE:
- Mechanismen von Vorurteilen und Diskriminierung aufzuzeigen
- Bewusstwerdung der eigenen Haltung
- Kennenlernen und Ausprobieren von Kommunikationsstrategien
FORMAT: Workshop
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 9. Klasse, Erwachsene, pädagogische Fachkräfte
DAUER: 3 oder 6 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 8-15
REFERENT:INNENZAHL: 2
Das Peerprojekt
INHALT: Das Peerprojekt zielt darauf ab, Jugendliche zu befähigen, selbst Argutrainings zu geben. Dafür setzen sie sich zuerst mit den Inhalten des Trainings auseinander. Unter anderem lernen sie auf abwertende und ausgrenzende Äußerungen zu reagieren, Grenzen zu setzen, die eigene Position zu vertreten, aber auch mit dem Gegenüber ins Gespräch zu kommen. Anschließend befassen sie sich mit der eigenen Rolle als Peercoach und lernen, das Training selbst vor einer Gruppe Gleichaltriger anzuleiten.
ZIELE:
- Mechanismen von Vorurteilen und Diskriminierung aufzeigen
- Bewusstwerden der eigenen Haltung
- Ausprobieren von Kommunikationsstrategien
- Kennenlernen des Peer Education Ansatzes
- Erlernen von Methoden und Strategien, um eigene Argutrainings zu geben
FORMAT: Workshop, Fortbildung
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 8. Klasse
DAUER: 2 Tage, je 7 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 8-15
REFERENT:INNENZAHL: 2
BESONDERE HINWEISE: Optionale Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und Auswertungsworkshop nach Durchführung eigener Trainings
INSTITUTION: Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
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Vorurteilssensibilität im Alltag – Anti-Bias-Training
INHALT: Menschen haben Vorurteile. Ob bewusst oder unbewusst, nehmen diese Vorurteile Einfluss auf den Umgang mit anderen Menschen. Dies hat Folgen sowohl für die konkrete Situation zwischen zwei Menschen als auch für gesellschaftliche Strukturen sowie Institutionen, in denen Menschen tätig sind. Anti-Bias ist ein intersektionaler Ansatz, der sich mit Vorurteilen, Diskriminierung und Macht auseinandersetzt.
ZIELE:
- Selbstreflexion und Identifizierung von Einflussmöglichkeiten
- Abbau von Diskriminierung und die Etablierung inklusiver Strukturen
FORMAT: Workshop
ZIELGRUPPE: pädagogische Fachkräfte
DAUER: 6-8 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 10-20
REFERENT:INNENZAHL: 1-2
INSTITUTION: Adolf-Bender-Zentrum e. V.
Ganz normal anders
INHALT: Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft. Der Workshop soll einen Beitrag dazu leisten, unterschiedliche Identitätsmerkmale, wie z.B. Herkunft, sexuelle Orientierung, Sprache oder Hautfarbe nicht als konkurrierende Träger von Werten und Normen zu begreifen, sondern in ihnen steckende Potenziale wahrzunehmen und wertzuschätzen. Dabei spielen der Umgang mit Vorurteilen und Stereotypen, sowie der Umgang mit eigenen Diskriminierungserfahrungen eine wichtige Rolle.
ZIELE:
- Wahrnehmung von Vielfalt als gesellschaftliche Ressource und Aufdeckung von Gemeinsamkeiten
- Empowerment für eine vielfältige Identität
- Sensibilisierung für gesellschaftliche Machtstrukturen
FORMAT: Workshop
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 5. Klasse
DAUER: 6 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 15-30
REFERENT:INNENZAHL: 2
INSTITUTION: JBS Kaubstraße
Körper, Selbstwert und Empowerment
INHALT: Was denke ich über meinen Körper – und warum? Diese Fragen nehmen wir ernst. Jugendliche erforschen ihre Überzeugungen zu Sexismus, Gerechtigkeit und Selbstwert – durch Embodiment-Übungen, gemeinsames Stellung-Beziehen und Reflexion. Haltungen werden spürbar und veränderbar. Highlight: ein Mut-Plakat für zuhause.
ZIELE:
- Mehr Selbstvertrauen und ein Bewusstsein für Diskriminierung
- praktische Werkzeuge für den Alltag
FORMAT: Workshop
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 7. Klasse
DAUER: 4 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 15-25
REFERENT:INNENZAHL: 1
INSTITUTION: Pinkstinks Germany e.V.
Erinnern heißt Kämpfen
INHALT: Betroffene von rechtem Terror kämpfen seit vielen Jahren um Aufklärung, Konsequenzen und ein selbstbestimmtes Gedenken. Durch die Beschäftigung mit diesen Kämpfen wird deutlich, dass rechter Terror sowohl in der BRD als auch in der DDR eine lange Geschichte hat, die bis heute anhält. Häufig wird im Zusammenhang mit rechtem Terror von »Einzeltäter:innen« gesprochen. In diesem Workshop wollen wir hingegen den Blick auf die Kontinuitäten richten. Die Teilnehmenden erfahren von den Konsequenzen von rechtem Terror für die Betroffenen und Angehörigen.
ZIELE:
- Strategien für ein solidarisches Miteinander
- Aufklärung zu und Anerkennung von selbstbestimmtem Gedenken
- Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten
FORMAT: Workshop
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 10. Klasse
DAUER: 4-6 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 8-20
REFERENT:INNENZAHL: 2
BESONDERE HINWEISE: Der Workshop befasst sich explizit mit rassistischer Gewalt, darunter Mord.
INSTITUTION: BiLaN
Antisemitismus, Rassismus und politische Bildung für die Migrationsgesellschaft
INHALT: Der Workshop vermittelt Grundlagen zu Antisemitismus und Rassismus, sowie ihre historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen. Gemeinsam wird erarbeitet, wie Vorurteile, Zuschreibungen und Ausgrenzungsmechanismen entstehen, wie sie sich im Alltag zeigen und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Antisemitismus und verschiedenen Formen von Rassismus bestehen. Anhand von Beispielen werden unterschiedliche Perspektiven aufgezeigt. Je nach Zielgruppe und aktuellem Bezug können Themen wie antimuslimischer Rassismus, Verschwörungserzählungen, Erinnerungskultur oder antisemitische und rassistische Positionierungen im Kontext des Nahostkonflikts aufgegriffen werden.
ZIELE:
- Grundwissen über Antisemitismus und Rassismus
- Sensibilisierung für unterschiedliche Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung
- Stärkung der Urteils-/Handlungskompetenz und Fähigkeit, mit unterschiedlichen Sichtweisen, Widersprüchen und gesellschaftlicher Komplexität umzugehen
- Strategien für den Alltag
FORMAT: Workshop, Fortbildung
ZIELGRUPPE: Schüler:innen ab 7. Klasse, pädagogische Fachkräfte
DAUER: 3-5 Zeitstunden
TEILNEHMENDENZAHL: 10-30
REFERENT:INNENZAHL: 1-2
INSTITUTION: Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. (KIgA e.V.)
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